News & Events
Nächste philosophische Lesung am 19.06.2026 um 19:00
Ein Leben ohne Konsum? Frei von jeglichen gesellschaftlichen Konventionen?
Aber bietet ein solches Leben tatsächlich wahre Freiheit oder ist es bloß eine naive und romantische Träumerei?
Diesen Fragen gehen wir am 19.06.26 um 19:00 im Quaichleker Bichereck gemeinsam auf den Grund und lesen hierbei passende Schlüsselpassagen. Das Buch bleibt wie immer eine Überraschung. Aber ich verrate bereits, dass unsere Reise uns diesmal in ein sehr kaltes Gebiet führen wird.
Eintritt 15€
Hier gehts zur Anmeldung
SAVE THE DATE!
Die nächste philosophische Lesung findet am 15. April 2026 um 19h00 statt.
"Spiel des Lebens" - Es klingt ganz einfach: Tag für Tag bewegen wir uns vorwärts. Mal geht es geradeaus, mal begegnen wir Abzweigungen und müssen Entscheidungen treffen. Und manchmal haben wir mehr oder weniger Glück oder Pech. Wir gehen unseren Lebensweg, leben unsere Existenz und geben dieser einen Lebenssinn. Aber ist das immer so einfach? Gibt es eine Anleitung um dieses "Spiel des Lebens" bestmöglich zu spielen? Worin besteht der Gewinn und wie kann man gewinnen? Aber Moment... Worum geht es eigentlich in diesem "Spiel des Lebens"?
SAVE THE DATE
Philosophische Lesung und Diskussionsrunde am 25. Februar 2026 um 18:30 im "de Kolibri" in Steinsel
Ereignisse, Gegenstände, Begebenheiten, Orte, Worte, Bilder, Musik – all dies sind Bestandteile unserer Erinnerungen und prägen unseren Alltag, unser Dasein und schließlich unser Selbst. Sie gehören zu unserer Vergangenheit, prägen uns und formen unsere Identität.
Doch was passiert, wenn unsere Erinnerungen plötzlich mehr und mehr erlöschen, so wie in Yoko Ogawas Werk "Insel der verlorenen Erinnerung" ? Was, wenn die Dinge selbst plötzlich verschwinden und mit ihnen unsere Erinnerungen an sie? Was bleibt dann noch von uns übrig?
Um diesen Fragen gemeinsam auf den Grund zu gehen, werden wir ausgewählte Schlüsselpassagen aus dem Buch lesen. Im Mittelpunkt steht der freie Austausch unserer Gedanken über das Buch sowie über das Thema.
Ich freue mich auf anregende Diskussionen!
Neue Zusammenarbeit mit "de Kolibri"
Künftig werden auch philosophische Lesungen im "de Kolibri" in Steinsel angeboten. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit!
New collaboration with "de Kolibri"
Philosophical readings will also be offered at ‘de Kolibri’ in Steinsel in the future. I look forward to the collaboration!
SAVE THE DATE!
Die nächste philosophische Lesung findet am
23. Januar 2026 um 19h00
im Quaichleker Bichereck in Echternach statt.
Was haben Gladiatorenkämpfe, das „Dschungelcamp“, „Squid Game“ und True-Crime-Serien gemeinsam?
Auch wenn nicht überall gleich viel Blut fließt, ist für beste Unterhaltung gesorgt, die einer großen Zuschauerzahl leicht zugänglich ist. Ob im Circus Maximus, im Fernsehen in Form von Reality-Shows oder Serien – der Kreativität und Brutalität sind keine Grenzen gesetzt. Es scheint sogar, je blutiger, ekelerregender und brutaler, desto größer ist die Faszination beim Publikum. Würden diese Unterhaltungsformen den gleichen Erfolg und die gleiche Zuschauerquote haben, wenn kein Blut fließt, es keinen Konkurrenzkampf gibt, niemand erniedrigt wird und es keine ekelerregenden Szenen gibt? Die Zuschauer warten doch nur darauf, dass etwas Sensationelles passiert.
Woher rührt dieser Reiz an der Sensation und am Zuschauen bei fremdem Leid? Warum setzen sich Menschen – mehr oder weniger – freiwillig solchen Situationen aus und nehmen daran teil? Und vor allem: Wer profitiert am Ende davon?
Diesen und weiteren spannenden Fragen gehen wir am 23. Januar im „Quaichleker Bichereck” anhand eines besonders passenden Romans (der noch geheim bleibt) sowie weiterer aufschlussreicher Quellen gemeinsam auf den Grund.
Ihr seid dabei? Dann meldet euch an!
Review: Philosophische Lesung am 28.10.2025
Am 28. Oktober fand eine philosophische Lesung zu Hang Kangs Werk "Die Vegetarierin" im Quaichleker Bichereck in Echternach statt. Das Werk der Literaturnobelpreisträgerin erschien erstmals im Jahr 2007 in Südkorea und wurde 2016 in die deutsche und englische Sprache übersetzt. Mittlerweile ist das Buch in 25 verschiedenen Sprachen erhältlich.
Der Titel lässt vermuten, dass das Buch sich mit dem Thema Vegetarismus auseinandersetzt. So wird die Protagonistin Yong-Hye in der Tat von heute auf morgen zur Vegetarierin und verweigert vehement jeglichen Konsum tierischer Produkte, aber es wird schnell klar, dass die Autorin den Fokus auf ganz andere Themen richtet.
Anhand der gemeinsamen Lektüre von ausgewählten Schlüsselpassagen drangen wir schnell zu den Themen Konformität, Anderssein, Fremdbestimmung und Selbstbestimmung vor.
Yong-Hye wird uns zuerst aus der Perspektive ihres - nicht allzu wertschätzenden -Ehemannes beschrieben: Wenig anziehend, völlig durchschnittlich und unscheinbar, bis auf die Tatsache, dass sie keinen BH trägt. Wir erfahren weiter, wie sie über Nacht zur Vegetarierin wird.
Die Tatsache, dass Yong-Hye jeglichen Konsum tierischer Produkte vehement ablehnt, stößt in ihrem familiären Umkreis auf totales Unverständnis und auf Inakzeptanz. Niemand scheint Yong-Hyes Entschluss zu verstehen oder verstehen zu wollen. Während eines Familienessens bei ihrer großen Schwester In-Hye und dessen Ehemann kommt es zur totalen Eskalation. Jeglicher Versuch, Yong-Hye zum Verzehr von Fleisch und Fisch zu überreden und sogar mit körperlicher Gewalt zu zwingen, scheitert. Yong-Hye bereitet diesem Geschehen ein radikales Ende, indem sie sich mit einem Küchenmesser das Handgelenk aufschneidet und ins Krankenhaus eingeliefert wird.
Der Leser wird bei dieser dramatischen Szene Zeuge von Intoleranz gegenüber dem "Anderssein", von Entmündigung, Entwürdigung und von patriarchalischer Gewalt und Macht. Gesellschaftliche Normen scheinen über dem freien Willen und der Selbstbestimmung eines Individuums zu stehen.
Im Mittelpunkt unserer Diskussion stand die Frage, wie eine Gesellschaft damit umgeht, wenn jemand oder etwas nicht der Norm entspricht und anders ist. Wir richteten den Blick einerseits auf Yong-Hye als Opfer einer Gesellschaft, die das freie Bestimmen über den eigenen Körper und die eigene Lebensführung - in diesem Fall der Verzicht auf tierische Produkte - nicht akzeptiert. Andererseits wechselten wir die Perspektive und fragten uns, wie tolerant wir selbst gegenüber dem Anderssein sind und wie wir mit dem Bruch gesellschaftlicher Normen umgehen.
Die gemeinsame Lektüre weiterer Schlüsselpassagen ließ uns noch tiefer in das Werk sowie in die Thematik eintauchen. Nach dem Vorfall während des Familienessens lässt sich Yong-Hyes Ehemann von ihr scheiden und Yong-Hye zieht sich immer mehr in sich selbst zurück. Es kommt schließlich zu einem weiteren einschneidenden Zwischenfall. Yong-Hyes ältere Schwester In-Hye erwischt ihren eigenen Ehemann und Yong-Hye, nachdem sie, beide am ganzen Körper mit Blumen bemalt, miteinander geschlafen haben und er den ganzen Akt mit der Kamera aufgezeichnet hat. In-Hye ruft den Notarzt und lässt beide mit Zwangsjacken abführen. Yong-Hyes Familie bricht nach diesem Ereignis den Kontakt zu ihr und zu ihrer Schwester völlig ab, und Yong-Hye gibt das menschliche Leben mehr und mehr auf, indem sie schließlich jede Form von Nahrungsaufnahme verweigert und, wie eine Pflanze, nur noch vom Licht der Sonne und etwas Flüssigkeit lebt.
Es scheint, als ob diese komplette Nahrungsverweigerung die einzige Kontrolle über ihren eigenen Körper und ihr Leben darstellt. Übrig bleibt allein ihr Wunsch, wie ein Baum völlig mit der Erde zu verschmelzen und alles Menschliche aufzugeben. So vegetiert sie in der psychiatrischen Anstalt Tag für Tag vor sich hin. Bis zu dem Tag, an dem die Ärzte versuchen, ihr gewaltsam eine Magensonde einzuführen, damit sie zwangsernährt werden kann. Yong-Hye wird bei diesem Vorgang schließlich verletzt und erleidet innere Blutungen.
Der letzte Teil des Buches wird aus In-Hyes Sicht geschildert. Nach der gemeinsamen Lektüre der letzten Passage kamen wir zu dem Schluss, dass In-Hye neben Yong-Hye ebenfalls eine Hauptrolle im Werk spielt. Wir richteten unsere Aufmerksamkeit nun auf In-Hye, die uns sowohl einen tiefen Einblick in Yong-Hyes gewaltvolle Kindheit als auch in ihr eigenes (Innen)leben gewährt. Ihr Verhältnis zu der jüngeren Schwester scheint sehr ambivalent zu sein. Einerseits hasst sie ihre Schwester aufgrund des Vorfalls mit ihrem eigenen Ehemann, aber andererseits verspürt sie eine große Mitschuld am Schicksal Yong-Hyes und gibt sie bis zum Schluss nicht auf. Am Ende stellt sich In-Hye sogar die Frage, worin der Sinn in Yong-Hyes Leben bestand. Sie selbst kann keinen Sinn im Leben ihrer jüngeren Schwester finden.
Diese Stelle regte uns zu weiteren philosophischen Diskussionen an. Wir reflektierten darüber, wann ein Leben als sinnvoll oder als sinnlos bezeichnet werden kann und wer das Recht hat, darüber zu urteilen. Ist in diesem Fall ein sinnvolles Leben gleichbedeutend mit einem selbstbestimmenden Leben? Gilt demnach ein fremdbestimmtes Leben als nicht sinnvoll? Und ab wann bezeichnen wir ein Leben als selbst- oder fremdbestimmt?
In einem letzten Schritt betrachteten wir unser eigenes Dasein. So leben wir als jeweils einzelne Individuen in einer komplexen Gesellschaft, in der es auch feste Regeln und Normen gibt und geben muss. Wir alle haben einerseits unsere eigenen Vorstellungen, Wünsche und das Bedürfnis nach Selbstbestimmung und Selbstentfaltung. Andererseits leben wir nach gesellschaftlichen Normen, Regeln und Gesetzen und streben nach Sicherheit und Konformität.
Die Frage nach dem Sinn unseres Daseins, sei es als Individuum oder als Kollektiv, ließen wir unbeantwortet. Denn, macht es einen Sinn über den Sinn des Lebens nachzudenken?
Pascale Worré
Philosophische Lesung und Diskussionsrunde
am 28.10.25 um 19:00
im Quaichleker Bichereck
Eintritt: 15 Euro
Anmeldung: [email protected] oder [email protected]
oder via Kontaktformular
Am 28. Oktober 2025 wird wieder eine philosophische Lesung im Quaichleker Bichereck in Echternach stattfinden. Diesmal steht das Buch „Die Vegetarierin“ der südkoreanischen Literaturnobelpreisträgerin Han Kang im Mittelpunkt der Lesung und der Diskussion. Der Titel könnte leicht irreführend sein. Zwar lehnt die Protagonistin jeglichen Verzehr von Tierprodukten vehement ab, dennoch spielt die ethische Frage nach dem Konsum von tierischen Produkten keine Rolle.
Han Kang lässt uns in das Leben einer Frau eintauchen, die sich auf ihre eigene, außergewöhnliche Weise gegen unterschiedliche Formen von Unterdrückung, Gewalt- und Machtausübung auflehnt und die Anpassung an gewisse gesellschaftliche Normen, Rollen und Erwartungen vehement verweigert.
Das Buch regt dazu an, über die eigene Freiheit und Unfreiheit nachzudenken. Wie frei sind wir wirklich in unserem alltäglichen Handeln und in der Gestaltung unseres Lebens? Und wie sehr fügen wir uns den Erwartungen und Verhaltensweisen anderer? Führen wir ein authentisches Leben oder spielen wir Rollen, die uns eigentlich nicht entsprechen? Aber auch umgekehrt: Welchen Einfluss üben wir selbst mit unserem Verhalten auf andere aus?
Mehr verrate ich aber jetzt vorerst nicht und ich belasse es bei diesem kleinen Vorgeschmack. Weitere Informationen folgen sehr bald!
"Metamorphosen"
Neben dem Ultralaufen ist das Schreiben meine zweite Leidenschaft. Der Prozess des Schreibens führt mich gerade durch ganz unterschiedliche spannende Gebiete.
In meinen "Metamorphosen" verbinde ich ein Stück Musikgeschichte mit meiner eigenen Lebensgeschichte. Das Kapitel "Sich selbst begegnen - The man who sold the world" startet mit David Bowies 1970 erschienenem Album, welches, neben den Themen der Unterdrückung und des Kontrollverlustes, eine musikalische Reise in das eigene Selbst unternimmt - eine Konfrontation mit den eigenen Ängsten und Hoffnungen sowie die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.
In diesem Kapitel steht meine Kindheit im Mittelpunkt, und damit verbunden die ersten Trennungen. Das Schreiben dieses Kapitels führt mich aber nicht nur in meine eigene Vergangenheit zurück, sondern lässt mich auch tief in die Lebensgeschichte meiner Großeltern und Eltern eintauchen. Dazu gehört das Erleben der brutalen Ardennenoffensive im zweiten Weltkrieg sowie das Nachzeichnen von traumatischen Ereignissen aus dem Leben meiner Familie.
Und schließlich blicke ich zurück auf die eigenen Erfahrungen aus meinen ersten 8 Lebensjahren, welche durch wunderbare warme und sanfte Umarmungen sowie durch den Geschmack bitterer unterdrückter Tränen geprägt sind.
Besides ultra running, writing is my second passion. The process of writing is currently taking me through very different and exciting areas.
In my ‘Metamorphoses’, I combine a piece of music history with my own life story. The chapter ‘Encountering yourself - The man who sold the world’ starts with David Bowie's 1970 album, which, alongside the themes of oppression and loss of control, undertakes a musical journey into one's own self - a confrontation with personal fears and hopes as well as a confrontation with the past.
This chapter centres on my childhood and the first separations that came with it. However, writing this chapter not only takes me back to my own past, but also allows me to delve deep into the lives of my grandparents and parents. This includes experiencing the brutal Battle of the Bulge in the Second World War and retracing traumatic events in my family's life. And finally, I look back on my own experiences from the first 8 years of my life, which are characterised by wonderful warm and gentle hugs as well as the taste of bitter suppressed tears.
Philo-Trails!
Was hat Philosophie mit "Trails", also mit Wanderwegen zu tun?
Die Natur sowie die Bewegung in der Natur haben einen wohltuenden und befreienden Einfluss auf uns Menschen. Es ist der ideale Ort, um seinen Gedanken einen freien Lauf zu gestatten, loszulassen, seine Umwelt und sich selbst bewusster wahrzunehmen und einfach im Moment zu verweilen. Die Eindrücke aus der Natur lassen uns staunen, führen uns das Leben und das Wesen der Dinge vor Augen. Dies regt sowohl unser Denken, unsere Sinne sowie den Zugang zu uns selbst und anderen an.
Ich habe auf meinen "Trails" gelernt, meiner Umwelt und mir selbst anders zu begegnen sowie Herausforderungen auf eine neue Weise anzugehen. Die Bewegung in der Natur ermöglicht mir einerseits, meinen Gedanken völlig frei nachzugehen, andererseits aber auch, einfach nicht denken zu müssen, sondern einfach zu sein.
Philo-Trail bietet die Möglichkeit, zusammen mit anderen Menschen solche Momente in def Natur zu teilen und sich über seine Gedanken, Fragen und Eindrücke auszutauschen.
Termine und Informationen folgen!
What does philosophy have to do with "trails", i.e. hiking paths?
Nature and movement in nature have a beneficial and liberating effect on us as human beings. It's the ideal place to allow your thoughts to wander, to let go, to become more aware of your surroundings and yourself and to simply remain in the moment. The impressions from nature leave us marvelling, make us aware of life and the essence of things. This stimulates our thoughts, our senses and our approach to ourselves and others.
On my ‘trails’, I have learnt to approach my environment and myself differently and to tackle challenges in a new way. On the one hand, moving in nature allows me to pursue my thoughts completely freely, but on the other hand it also allows me not to have to think at all, but simply to be.
Philo-Trail offers the opportunity to share such moments in nature with other people and to exchange thoughts, questions and impressions.
More information and dates are coming soon!
Am 06.05.24 erschien mein Leserbrief zum Thema Alkoholsucht und das Warten auf einen Therapieplatz in Luxemburg